Aktuelle Berichte der Stiftung SLW

 
Inobhutnahmen steigen an

Das Jugendamt muss immer öfter eingreifen

Die Situation für Kinder in schwierigen Familiensituationen hat sich in der Corona-Pandemie zusätzlich verschärft. Fritz Stinglwagner, Abteilungsleiter am Landratsamt Altötting und zuständig für die Jugendhilfe, berichtet, dass das Jugendamt zwischen Januar und April 2021 24 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen habe. 

Homeoffice und Distanzunterricht bringen in den eigenen vier Wänden Probleme mit sich, ebenso etwaige finanzielle Schwierigkeiten. Ist ein Kind in akuter Gefahr, so wird der Staat in Form der Inobhutnahme aktiv und nimmt es aus der Familie. Für diesen drastischen Schritt braucht es klare Anzeichen, die ein Einschreiten nötig machen, etwa direkte körperliche Übergriffe durch Erwachsene, aber auch Verhaltensauffälligkeiten und gravierende Störungsbilder beim Kind als Folge der belasteten Situation zuhause. Betroffene Kinder und Jugendliche werden in sozial- und heilpädagogischen Einrichtungen der Jugendhilfe, z.B. in den SLW-Häusern, untergebracht und betreut.

Ein vertrautes Miteinander ist entscheidend, damit sich Kinder entfalten und entwickeln können. Wenn dies in der eigenen Familie nicht funktioniert, kann die Jugendhilfe nachsteuern. Das kostet zwar Geld, ist aber ein gesellschaftlich wichtige Investition. Foto:fotolia

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