Aktuelle Berichte der Stiftung SLW

 
Therapieangebote für Kinder

Wenn Tiere heilen helfen

Große Augen schauen den Jungen aufmerksam an. Die feuchte Nase stupst kurz gegen seine Hand. „Freust du dich, mich wiederzusehen?“, fragt Jonas seine Lieblingskuh Fleckerl und stellt die Heugabel nach der Fütterung wieder an ihren Platz.  Jonas und die anderen Jungs seiner Klasse besuchen die Antoniushaus-Schule Marktl, ein Förderzentrum für emotionale und soziale Entwicklung. Sie erleben gerade eine Gemeinschaftserfahrung auf einem Bauernhof im Chiemgau. 

„Unsere Schüler kommen fast alle aus einem sehr schwierigen familiären Umfeld und haben in ihrem Leben bereits viele negative, teilweise auch traumatische Erfahrungen gemacht“, erläutert Gerhard Rausch, Bereichsleitung psychologisch-sozialpäda­gogischer Fachdienst. Die Jungs haben schwerwiegende Probleme und auffallende Verhaltensweisen im sozial-emotionalen Bereich wie ausgeprägtes Verweigerungsverhalten, Bindungs-, Angst- oder Aufmerksamkeits­defizit­störungen. Mehr als die Hälfte der Schüler ist stationär in den Heimgruppen untergebracht, da die Entfernung zum Elternhaus zu weit oder die familiäre Situation schon sehr belastet ist.

 

Mit Ihrer Spende können wir den Kindern und Jugendlichen im Antoniushaus Marktl individuelle Therapieformen anbieten und damit Hilfe in verschiedenen Lebensbereichen anbieten. Foto:fotolia

Grundlage für die erfolgreiche Arbeit mit dem einzelnen Kind ist ein stabiles Vertrauensverhältnis, erklärt Gerhard Rausch: „Wir investieren viel Zeit in den Aufbau gegenseitigen Vertrauens, um für das Kind ein verlässlicher und vertrauenswürdiger Ansprechpartner zu sein.“ Für jedes Kind wird die passende Therapieform entwickelt. Das können neben Klettern, Musik oder Kunst auch verschiedene tiergestützte Therapien sein. Es handelt sich um Einzelfallarbeit wie Reittherapie oder ein Gruppenerlebnis wie der Besuch eines Bauernhofs. 

 

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