Aktuelle Berichte der Stiftung SLW

 
Lerncoaching am Liebfrauenhaus Herzogenaurach

Alles klar? Wir sind da!

Mit dieser Schlagzeile macht die private Grund- und Mittelschule Liebfrauenhaus in Herzogenaurach auf sich aufmerksam. Seit Mitte März findet Schule für die rund 370 Schülerinnen und Schüler überwiegend zuhause digital statt. Diese neue Form des Unterrichts klappt nach anfänglichen Stolpersteinen erstaunlich gut, so Schulleiter Michael Richter.

Auch wenn mittlerweile die Mädchen und Jungen im tageweisen Wechsel wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren können, bleibt der Schulalltag für alle eine große Herausforderung. Um allen Beteiligten eine gute Struktur und Routine für das Lernen zu vermitteln, ist an der Liebfrauenhausschule das „Lerncoaching“ eingeführt worden.

Lerncoaching 

Co-Lehrkraft Mandy Marschall-Müller unterstützt die Grundschüler über die digitale Lern-Plattform der Liebfrauenhausschule bei ihrer Wochenplanarbeit. Foto:SLW

Mit wöchentlich über 100 Stunden betreuen CO-Lehrkräfte und die pädagogischen Mitarbeiter des Ganztags die Schülerinnen und Schüler. Die Grundschüler treffen sich in Kleingruppen online, die Mittelschüler werden vorwiegend im Einzelcoaching betreut. Per Videokonferenz können sich Lehrkräfte und Schüler austauschen, Fragen besprechen und gemeinsam Lösungen erarbeiten. Den persönlichen Austausch mit den Kindern und Jugendlichen und deren Bezug zur Schule nicht zu verlieren, aber auch für die Eltern ein offenes Ohr zu haben, ist den engagierten Fachkräften ein großes Anliegen. Das Aufrechterhalten der Kontakte und die Zeit, den Kindern zuzuhören, sind wichtige Maßnahmen, um die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb der Schulgemeinschaft auch in Zeiten der gebotenen Abstandsregeln zu pflegen.


„Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sage, aber ich freue mich so, wieder in die Schule gehen zu können!“ Diese Aussage einer Schülerin der 7. Jahrgangsstufe drückt das Empfinden vieler Schüler aus, weil Schule eben mehr ist, als reine Wissensvermittlung. Auch die Eltern sind von diesem Motivationsprogramm überzeugt. So berichtet eine Mutter eines Schülers aus der 8. Klasse: „Das Lerncoaching ist eine große Entlastung. Hier lernt mein Sohn ohne vorherige lange Diskussionen!“


Das „Lerncoaching“ ist seit Anfang Mai im Einsatz und eine gute Ergänzung und Hilfe zum rotierenden Präsenzunterricht an der Schule. Vielfältige, stabile und verbindliche Kommunikationswege haben sich entwickelt und etabliert. Verlässliche Ansprechpartner garantieren die enge Anbindung an das Schulgeschehen vor Ort und kümmern sich um die Sorgen und Fragen der Kinder und Jugendlichen.
Auch wenn sich die ganze Schulfamilie an der Liebfrauenhausschule wieder die persönlichen Begegnungen freut: Diese neue Form der Kommunikation wird auch über die Zeiten der Corona-Pandemie hinaus ein wichtiger Baustein bei der individuellen Förderung und Begleitung der Schüler bleiben, davon sind Schulleiter Michael Richter und die Kollegen der Schule und des Ganztags nach den positiven Erfahrungen, überzeugt.