Aktuelle Berichte der Stiftung SLW

 
Jugendhilfetag der AGkE im Bistum Passau

Wenn Kinder und das System der Jugendhilfe nicht mehr zusammenpassen

 

Sie können ihr Verhalten nur bedingt steuern. Sie laufen von zuhause weg, werden straffällig, wenden Gewalt gegen sich und andere an, gehen nicht zur Schule, haben Panikattacken oder sind suchtgefährdet. Häusliche Konflikte, Trennungen, prekäre Verhältnisse, Missbrauch oder psychische Erkrankungen in den Familien sind Auslöser dafür. Als 'Systemsprenger' werden diese Kinder und Jugendliche bezeichnet, die Jugendhilfe steht diesen jungen Menschen oftmals hilflos gegenüber.

 Am 16. Oktober haben sich die Arbeitsgemeinschaften katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen (AGkE) aus den Diözesen Passau und Regensburg in Passau getroffen; dieses Mal im Proli-Kino und damit auch schon an einem besonderen Ort.

 


Bischof Ste­fan Oster SDB beton­te: ​Es ist tat­säch­lich auch eine Sys­tem­fra­ge an die Gesell­schaft, auch an uns als Kir­che: Wie gehen wir mit sol­chen jun­gen Men­schen um?" Foto:Stefanie Hintermayr

 

Der Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft katholischer Einrichtungen im Bistum Passau, SLW-Vorstand Johannes Erbertseder, erläuterte, dass „Systemsprenger“ kein Phänomen der Großstädte mehr seien. Die Probleme seien längst im ländlichen Raum angekommen. Die Erziehungshilfen müssten sich nachhaltig darauf einstellen. Astrid Wegerbauer, Caritas-Abteilungsleiterin Jugend- Familien- und Behindertenhilfe bekräftigte „Kinder niemals aufzugeben“, auch bei völlig veränderten Lebenswirklichkeiten. Die Caritas wolle Hilfe passgenau anbieten und das System anpassen, „damit sich etwas bewege“.  

» Pressemitteilung des Caritasverbandes für die Diözese Passau e.V.
» Videobeitrag zum Jugendhilfetag 2019 des Bistums Passau