UGANDA-LIVE-BERICHT
Stefan J. König berichtet aktuell von seiner Reise durch Uganda
Sonntag, 31. Januar 2010
Wir sind gestern Abend nach rund 13 Stunden Auf- und Abstieg erst spät am Lake Kitandara und unserem Nachtquartier angekommen. Die Lage der Hütte direkt am Ufer ist wirklich mehr als malerisch und die Sonne gibt dem ganzen noch das gewisse Etwas. Allerdings haben wir gestern beim Abstieg hierher den Ausblick und die Natur kaum genossen – wir sind nach den Strapazen der letzten Nacht, unserem Gipfelerfolg und dem langen Weg schnell in unseren Schlafsäcken verschwunden...
Heute müssen wir zunächst wieder ein Stück hinauf auf den Freshfield Sattel (4.215 m) und wandern dann ins nächste Tal zum Guy-Yeoman-Camp auf 3.450 Metern.

Heute Nacht hat es Reinhard erwischt: Fieber, Schnupfen, Husten, Kopfschmerz. Aber wir müssen weiter. Chief Bosco erklärt uns, wie die RMS als „Veranstalter“ unsere Sicherheit gewährleistet. Bei einer akuten Erkrankung oder einem Unfall wird sofort ein Träger losgeschickt, der in Nijakalengija einen „Rettungstrupp“ alarmiert. Derweilen wird der Kranke oder Verletzte oder Bewußtlose von vier Trägern Richtung Tal gebracht. Der Rettungstrupp kommt entgegen und übernimmt. Insgesamt ist man in längstens 17 Stunden im Tal und muss dann „nur noch“ zu einem Arzt oder Krankenhaus gebracht werden... Helikopter oder ähnliches gibt es nicht.

Unser Abstieg führt uns über dicht bewaldete Hänge und durch Senecienwäldchen hinunter wieder Richtung Mobuku-Tal. Langsam beginnt sich auch die Tierwelt wieder zu regen. Vögel, Grillen, Affen sind zu hören und immer öfter auch zu sehen. Entlang des breiten und trockenen Flußbetts des Mobuku Rivers geht es zum nächsten Camp und zu unserer letzten Nacht im Rwenzori.

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