![]() ![]() ![]() ![]() |
||||||||||
![]() |
||||||||||
Das Seraphische Liebeswerk Altötting (SLW) ist ein karitatives Werk mit den Schwerpunkten Erziehung, Bildung und Pflege. Gegründet wurde es im Jahr 1889 durch den bayerischen Kapuziner Pater Cyprian Fröhlich (1853-1931) zur Unterstützung hilfsbedürftiger und verwaister Kinder. [mehr…]
|
Altes mit Neuem verwalten: Archivprojekt des SLW in Kooperation mit der Universität Regensburg Studenten und Archivleiter Stefan J. König erarbeiteten im Rahmen eines Seminars an der Universität Regensburg eine neue und außerdem digitale Archivsystematik für das Zentralarchiv des SLW. Das Pilotprojekt mit dem Titel „Digitale Archivierung des Schrift –und Verwaltungsguts des SLW“ war Thema eines Seminars im Wintersemester 2008/2009 an der Uni Regensburg. Als Leiter der Stiftungskommunikation ist Stefan J. König seit Januar 2007 auch für das Archiv des SLW verantwortlich. Dieses Archiv des Seraphischen Liebeswerks Altötting beherbergt Urkunden, Akten und Amtsbücher von sowohl dem 1889 gegründeten Verein, wie auch der 1976 gegründeten Stiftung SLW. Dazu kommen Archivalien der einzelnen Heime in Bayern, wie auch der Zentralverwaltung des SLW in Altötting. Bis Anfang der Neunziger Jahre war das Archiv wegen der überschaubaren Menge an Schrift- und Verwaltungsgut im Allgemeinen nur zur Aufbewahrung älterer Bestände genutzt worden. Mit der starken Zunahme von Archivgut durch die elektronische Datenverarbeitung und das Fotokopieren wichtiger Unterlagen für den Geschäftsgebrauch wurde etwa 1990 erstmals in Archiv und Registraturablage unterteilt.
Eine erste Durchsicht und Bestandsaufnahme der vorhandenen Archivalien erfolgte Ende der Neunziger Jahre durch den ehrenamtlichen Archivar des SLW und früheren Stadtheimatpfleger der Stadt Neuötting, Herrn Ludwig Billeriß. Er sichtete die einzelnen gewachsenen Bestände des Archivs, verzeichnete die einzelnen Aktenkonvolute und sorgte für die richtige Aufbewahrung. Seine zum Teil handschriftlichen Aufzeichnungen stehen rechts in der Leiste zum Download bereit. Zusammen mit zwölf Studenten entwickelte Stefan J. König, der an der Universität Regensburg als Dozent für Bayerische Landesgeschichte tätig ist, eine neue Archivsystematik: „Der Umgang mit den echten Quellen zur Bayerischen Geschichte steht oft im Hintergrund der Ausbildung zum Historiker oder Geschichtelehrer. Mit dieser Übung konnte ich den Studenten direkt Zutritt zum Tagesgeschäft eines Geschichtsforschers oder Archivars ermöglichen. Außerdem profitieren nicht nur die Studenten, sondern wir auch wir vom SLW von dieser Kooperation: wir erhalten einen neuen, wegweisenden Zugang zu unserer eigenen Geschichte und können zudem den Forschern, die zur Vergangenheit des SLW arbeiten möchten, bereits im Internet einen ersten Forschungsschritt ermöglichen.“
Alle Dokumente wurden im Rahmen des Kooperationsprojekts sorgfältig aufbereitet: Metallteile wie Heftklammern und Spiralen, aber auch Kleberreste, Folien und sonstige schädigende Materialen wurden entfernt, dann alles in säurefreien Kartons abgelegt. Alle Archivkartons befinden sich nun auch in brandfesten Metallschränken. Auch die klimatischen Bedingungen der Räume entsprechen den Bayerischen Archivbestimmungen und sichern die korrekte Aufbewahrung. „Eine Katastrophe wie sie das Stadtarchiv Köln getroffen hat, können wir dadurch zwar weder verhindern noch sind unsere Archivalien davor sicher,“ gibt Stefan König zu bedenken, „aber immerhin ist sonst alles denkbare für die richtige Erhaltung und Aufbereitung der Dokumente zur Geschichte des SLW getan. Die Digitalisierung, wie wir sie in diesem Pilotprojekt angepackt haben, weist allerdings selbst über so eine Katastrophe hinaus!“
|
![]()
|
||||||||